Mediator – weitere Informationen

Die erste Aufgabe des Mediators besteht darin, einen für die Medianden und sich selbst tragbaren Rahmen einer Mediation zu schaffen. Es obliegt seiner Empathie, den Einklang zwischen einer „sympathischen Art“, welche die Bereitwilligkeit fördert und der für das Vertrauen notwendigen Integrität zu schaffen. Darüber hinaus gilt es von vornherein klarzustellen, dass sowohl seine Allparteilichkeit als auch seine Schweigepflicht für den gesamten Zeitraum der Mediation und auch darüber hinaus bestehen bleiben und somit unantastbar sind.

Fachliche Diskussionen, wenn sie nicht seine Rolle als Mediator betreffen, können nur so lange stattfinden, wie sie auch als intersubjektive Wahrheit gegeben und nachprüfbar sind. Das bedeutet, dass insbesondere rechtliche Fragen mit dem Hinweis auf die Möglichkeit bzw. Notwendigkeit einer externen Rechtsberatung weitergeführt werden.

In den letzten zwei bis drei Jahrzehnten konnte sich die Mediation global als eine anerkannte und erfolgreiche Methode außergerichtlicher Konfliktlösungen etablieren. Zunehmend wird dies durch zahlreiche Berichte in den Medien verdeutlicht, welche die kontinuierlich steigende Relevanz dieser bereits auf eine uralte interkulturelle Tradition zurückblickende Art der alternativen Konfliktbearbeitung belegen.